Schmidt, Kranz & Co Unternehmensgruppe

1885

Die Kaufleute Schmidt und Kranz gründen die Nordhäuser Maschinenfabrik. Dem noch jungen Unternehmen gelingt es schnell als Zulieferer des mitteldeutschen Kalibergbaus an Bedeutung zu gewinnen. Es entstehen die Fertigungseinrichtungen und das Verwaltungsgebäude in der Ullrichstraße in Nordhausen

1922

Prof. Dr. Karl Glinz übernimmt die Maschinenfabrik. Mit unternehmerischem Gespür erweitert er die Produktpalette um Aufbereitungsanlagen und Wasserbaueinrichtungen, wie Schleusentore.

1930

Prof. Glinz nimmt den Kleinschlepper Normag in das Fertigungsprogramm auf.

1937

Prof. Dr. Karl Glinz stirbt. Sein Sohn, Dr. Hans-Karl Glinz übernimmt den Vorsitz des Aufsichtsrates. Auch er zeigt Marktkenntnis und Weitsicht. Bis zu Beginn des zweiten Weltkrieges wächst das Unternehmen stetig an, insbesondere durch den guten Verkauf des Schleppers.

1945

In Nordhausen beginnt die Fertigung von Traktorersatzteilen und Einrichtungen für den Wiederaufbau des Kalibergbaus. Zur Jahresmitte wird die Provinz Sachsen in die sowjetische Besatzungszone eingliedert und Schmidt, Kranz zur Aktiengesellschaft erklärt.

Zur gleichen Zeit erfolgt in Zorge die Gründung der Normag Zorge GmbH. Die Fertigung von Traktorersatzteilen und Ersatzteilen für das Bergwerksmaschinenprogramm von Schmidt, Kranz beginnt. Die Montage kleinerer Stückzahlen von Traktoren startet.

1947

Die politischen Veränderungen bedingen eine Rückgabe der Provinz Sachsen an das Land Thüringen. Als volkseigener Betrieb produziert die Normag bis zur Wiedervereinigung sehr erfolgreich Traktoren für den Ostblock.

1949

Der Markt für Traktoren expandiert und die systematische Weiterentwicklung und Fertigung dieser Produkte verlagert sich nach Hattingen an der Ruhr. Zulieferer für das Werk ist die Normag.

1952

Der Hauptsitz des Unternehmens wird nach Velbert/Langenberg verlegt.

1955

Der Orenstein & Koppel Konzern kauft das Werk Hattingen.

1956

Die Normag nimmt die Fertigung von Ersatzteilen für den Bergbau wieder auf. Der alte Name Schmidt, Kranz & Co wird mit dem Zusatz GmbH weitergeführt. Die Produkterweiterung für ein neues Programm für den Kali- und Steinkohlebergbau, wie z. B. Bohrstangen und Zubehör, Bohrlafetten und Bohrwagen schreitet voran. Ein komplettes Tränkprogramm für den Steinkohlebergbau wird ebenfalls entwickelt.

1970

Die Erweiterung des Werks in Zorge steht in den nächsten Jahren an. Die Unternehmensführung nimmt die Hochdruck-Hydraulik in das Produktions- und Lieferprogramm mit auf. Schnell kann sich diese Spitzentechnologie etablieren.

1990

Schmidt, Kranz erwirbt das frühere Stammwerk in Nordhausen im Rahmen der Wiedervereinigung zurück.

2002

Die Geschäftsbereiche PERFORATOR Bohrtechnik und MAXIMATOR Hochdrucktechnik werden in eigenständige GmbHs überführt.

Die Schmidt, Kranz & Co Unternehmensgruppe fungiert als Holding für MAXIMATOR Hochdrucktechnik, PERFORATOR Bohrtechnik, GHH Fahrzeuge, HAZEMAG & EPR Bergbau und Bohrtechnik sowie Fest Automatisierungstechnik.